Wandern am Kanzelwand

Pflanzengemeinschaften

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Alpenrosen am Schlappoldsee

INFO

Aktiver Umweltschutz

Die Fellhornbahn GmbH hat schon 1988 ein landschaftsökologisches Gutachten erstellen lassen.

Das Ergebnis: Der Touristenstrom führt nur dann zu Beeinträchtigung der Natur, wenn die Kulturlandschaft sich selbst überlassen bleibt. Um also Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz sinnvoll zu koordinieren, mussten viele kleine Schritte unternommen werden.

So rekultivierte die Fellhornbahn ihr Wanderwegenetz, wurden Baumassnahmen für Sommer und Winter unter ökologische Begleitung gestellt, Besucher-Informationen interessant und leicht zugänglich gemacht, Projekte wie Abwasserkanal und Beileitung Schlappoldbach durchgeführt.

Wandern am Kanzelwand
Wandern am Kanzelwand
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Pflanzengemeinschaften

In den tiefen Lagen kommt von Natur aus ein Bergmischwald aus Buche, Bergahorn, Tanne und Fichte vor. In den mittleren und höheren Lagen, der Kampfzone, kann nur mehr die Fichte, begleitet von der Vogelbeere bestehen.

Am Nebelhorn finden sich zwischen der Station Seealpe und der Bergstation ausgedehnte Bereiche mit der typischen Latschenkiefer. Zwischen Bergstation und Gipfelstation überqueren wir die Waldgrenze. Am Nebelhorngipfel finden wir nur noch vereinzelt hochspezialisierte Pflanzen und alpine Rasen. In den Wäldern am Fellhorn haben 1990 die orkanartigen Stürme "Vivian" und "Wiebke" große Lücken gerissen. Diese Schäden und die warmen Sommer begünstigten dann den Befall durch den Borkenkäfer. Mit grossem Aufwand wurde in den 5 Teillagen das Holz geborgen und junge Bäume nachgepflanzt.
Durch die sogenannte Wetterstaulage am Nordrand der Alpen wird der Wald zusätzlich von Schadstoffen aus den Niederschlägen belastet. Oberhalb der Waldgrenze schlossen früher Latschenfelder mit Alpenrosen ab. Diese ursprünglich ausgedehnten Latschen- und Alpenrosengebüsche wurden bereits vor mehreren hundert Jahren zugunsten von Weideflächen beseitigt. Erst heute können sich die geschützten Alpenrosen wieder ausbreiten. Die weit über das Allgäu hinaus bekannten blütenreichen Alpwiesen verdanken wir der jahrhundertealten landwirtschaftlichen Nutzung. Viele dieser Pflanzen sind im Alpenraum sehr selten geworden und daher geschützt.